Skater auf einer Treppe
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Autor

Johannes Brock
Sozialarbeiter, Dipl.-Päd.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Evangelischen Hochschule Dresden
Dürerstr. 25
01307 Dresden
Kontakt: johannes.brock@ehs-dresden.de

Inhalt

  1. Zum Begriff „Hybride Streetwork“
  2. Raum und Raumaneignung
  3. Zeit und Entstrukturierung
  4. Beziehung und Identitätskonstruktionen
  5. Konfliktfelder
  6. Wahrnehmung, Beziehungsaufnahme, Intervention
  7. Literatur


Aktuelle Rezensionen

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Sarah Dieckbreder-Vedder, Frank Dieckbreder (Hrsg.): Das Konzept Sozialraum (Beispiel Bahnhofsmission). Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) 2016. 235 Seiten. ISBN 978-3-525-70192-8.
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Ricarda Dethloff: Sozialraum­orientierung im Übergang Schule – Arbeitswelt. Tectum-Verlag (Marburg) 2016. 445 Seiten. ISBN 978-3-8288-3697-6.
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Hybride Streetwork

Johannes Brock

Im Herbst 2017 feiert die Streetwork mit Jugendlichen in Form des Konzeptes der Mobilen Jugendarbeit ihren 50. Geburtstag [1]. Sie blickt zurück auf eine wechselvolle und damit auch erfolgreiche Geschichte. Mehrmals in ihrer Biographie haben sich die Bedeutungen von Straße und Raum, von Clique und Jugend, von Partizipation und Gemeinwesen verändert. Ihre Zielgruppe machte anfangs durch anstößiges Verhalten auf sich aufmerksam, die Straße war der öffentliche Raum für Protest und Zur-Schau-Stellung des Andersseins. Dann standen exkludierte (Straßen-)Kids in ihrem Fokus, die Straße wurde zum Ort der Lebensbewältigung. Mit der umfassenden Mediatisierung der Gesellschaft im digitalen Zeitalter muss sich die Mobile Jugendarbeit nun der nächsten großen Herausforderung stellen.

Unterstützend dabei kann eine Kontinuität in ihrer wechselvollen Geschichte wirken: Durch die Verankerung der sogenannten Säule Gemeinwesenarbeit in ihrem Konzept (Specht 1991, 25) war Mobile Jugendarbeit immer gezwungen, das Verhältnis zwischen jugendlichen Individuen bzw. Gruppen und dem Raum, in dem sie handeln, zu bestimmen. Dieses Verhältnis konnte unter anderem beschrieben werden als informelle Bildung (z. B. „Straße als unterschätzter Lernort“, Zinnecker 1979), als Raumaneignung (Deinet/Reutlinger 2004), als Erweiterung von Möglichkeiten für die Lebensbewältigung (Böhnisch 1990 und 2016) oder als konkrete Form von Partizipation (Scheu/Autrata 2013).

Am Beispiel des im Folgenden dargelegten Konzepts der  „hybriden Streetwork“ sollen die Herausforderungen für die Mobile Jugendarbeit im Übergang zum digitalen Zeitalter aufgezeigt werden, aber auch auf deren Ressourcen in ihrer 50jährigen Geschichte hingewiesen werden.

Mit dem Übergang zum digitalen Zeitalter ist die gegenwärtige Epoche gemeint, in der „die industrialisierten Gesellschaften in eine Übergangsphase eingetreten sind, deren Ende zugleich das Ende des Industriezeitalters und der Beginn einer neuen Epoche der Menschheitsgeschichte ist“ (Stengel 2017 et al, 1). Dieser Übergang vollzieht sich radikal und in hohem Tempo, er kann deshalb zutreffend als digitale Revolution bezeichnet werden.

Im Handlungsfeld der Mobilen Jugendarbeit zeigt er sich vordergründig in sich rasant verändernden Kommunikationsweisen der jugendlichen AdressatInnen. Sie führen mitunter bei den MitarbeiterInnen zu dem Anspruch, in gleicher Weise zu kommunizieren und zu dem Gefühl, nicht mehr hinterherzukommen und der Entwicklung hinterherzulaufen. Dabei ist es für sie inzwischen ebenfalls selbstverständlich, für die Kommunikation mit den Jugendlichen mehrere Kommunikationskanäle zu nutzen, um nahezu permanent in unterschiedlichen Netzwerken Kontakt halten zu können.

Aus der fachlichen Auseinandersetzung mit diesen Veränderungsprozessen gingen bereits einige Konzepte hervor, die die MitarbeiterInnen der Mobilen Jugendarbeit unterstützen können. Christiane Bollig und Tom Küchler stellten Überlegungen für eine Mobile Jugendarbeit 2.0 vor (Bollig 2010). Das Berliner Gangway-Team um Tilmann Pritzens erweiterte seine Straßensozialarbeit durch webwork und entwickelte das Konzept der virtuell-aufsuchenden Jugendarbeit weiter (Pritzens 2011). Verena Ketter schloss mit dem Konzept einer virealen Sozialraumaneignung an medienpädagogischen Überlegungen an (Röll 2009; Ketter 2014). In Sachsen setzte sich der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. in einem Profilentwicklungsprozess mit den veränderten Bedingungen für das Handlungsfeld auseinander und diskutiert seit einigen Jahren das Konzept einer hybriden Streetwork (LAK MJA Sachsen 2014). Dieses kritisiert die nach wie vor bestehende Trennung von Konzepten für ein sozialpädagogisches Handeln im Internet und (unveränderten, bestehenden) Konzepten für den Raum außerhalb davon. Es hält auch eine einfache Ergänzung der Fachstandards der Mobilen Jugendarbeit um den Punkt der webwork für nicht ausreichend. Vielmehr geht hybride Streetwork davon aus, dass die Mediatisierung zu umfassenden Veränderungen im gesamten Handlungsfeld führt, von denen die Arbeit im Internet nur einen Teil darstellt.

Zum Begriff „Hybride Streetwork“

Der Begriff knüpft an der in Sachsen verbreiteten Sprechweise „die Streetwork“ an. Er bezieht sich auf Straßensozialarbeit mit Jugendlichen und auf Mobile Jugendarbeit. Hybrid ist – allgemein ausgedrückt – etwas Gebündeltes, Gekreuztes, Vermischtes. Der Soziologe Manfred Prisching weist darauf hin, dass Hybridität ein Wahrnehmungsphänomen ist. Sie wird wahrgenommen, wenn bestehende Selbstverständlichkeiten (Typisierungen) irritiert werden. Die „Irritation besteht darin, dass wahrgenommen wird, dass etwas „Nichtzusammengehöriges“ verbunden ist, dass die gewöhnliche Ordnung/Separierung/Zuordnung nicht eingehalten wird: Es wird eine unübliche Komposition von Elementen festgestellt, die als Spannung, Inkonsistenz, Widersprüchlichkeit wahrgenommen wird. Die Selbstverständlichkeit ist durchbrochen, man muss eine Entscheidung treffen, eine neue Typisierung vornehmen oder sich die Weltvorstellung „korrigieren“ (Prisching 2017, 3).

Hybride Streetwork ist aufsuchende Arbeit, die bisher getrennt wahrgenommene Systeme zueinander in Beziehung setzt und damit neue Möglichkeiten schafft für die Wahrnehmung junger Menschen, für die Beziehungsaufnahme zu ihnen und für Interventionen.

Für Streetwork relevante bisher getrennt wahrgenommene Systeme sind die Dichotomien von realer Welt und virtueller Welt, von Lebenswelt und System, von Sozialintegration und Systemintegration, von Öffentlichem und Privatem, von Herkunftskultur und Ankunftskultur, von Stadt und Land. Diese Typisierungen werden durch hybride Streetwork bewusst irritiert. Sie bricht mit der Tradition, diese Systeme als Entweder-Oder zu verstehen, sich auf einer von beiden Seiten zu verorten und entsprechende Bewertungen vorzunehmen.

Gleichzeitig schließt hybride Streetwork an eine sozialpädagogische Tradition an: Jugendarbeit wird aufgefasst als ein Geschehen in Raum, Zeit und Beziehungen (Böhnisch 2002; Thiersch 2009, 50). Allerdings wirkt die digitale Revolution in besonderer Weise auf diese drei Dimensionen ein und führt zu einem neuen Verständnis dieser Begriffe.

Raum und Raumaneignung

Die Unterscheidungen von Lebenswelt und System und von Sozialintegration und Systemintegration sind in der Mobilen Jugendarbeit bisher konstituierend. Sie basieren auf dem soziologisch bestimmten klassischen Gegensatzpaar von Gemeinschaft und Gesellschaft. „Das Gegensatzpaar enthält die Trendaussage, dass wir es mit einer zunehmenden Ablösung der Gemeinschaft durch die Gesellschaft zu tun haben. Während Gemeinschaft als ursprüngliche Form des Sozialen gilt, die auf affektiver Nähe beruht, wird Gesellschaft als Verfallsform eingestuft, in der Zweckrationalität, Anonymität, Indifferenz, Distanzierung und Entfremdung vorherrschen. Gemeinschaft strahlt Wärme aus, Gesellschaft Kälte“ (Schroer 2012, 26). Gemeinschaft wird als Vertrautes im Nahraum, in der Lebenswelt, im Alltag verortet. Gesellschaft erscheint davon entfernt und fremd. Mobile Jugendarbeit hat ihre Lebensweltorientierung verbreitet so interpretiert, dass sie sich im Nahraum ihrer AdressatInnen ansiedelt, mitunter wurde sogar von einem „Eintauchen“ in die Lebenswelten der Jugendlichen gesprochen.

Die Digitalisierung der Medien führt nun allerdings zur Aufhebung der Bindung an eine Lokalität. Die Ortsgebundenheit wird relativiert, Wahrnehmungsgrenzen verschieben sich, was Nahraum ist und was Ferne, ist nicht mehr eindeutig zu bestimmen. Das hat vielfältige Auswirkungen auf Raumkonstruktionen und auf die Grenzziehungen zwischen Öffentlichem und Privatem, aber auch zwischen Lebenswelt und System und zwischen Sozialintegration und Systemintegration.

Auch die Unterscheidung von Stadt und Land wird zunehmend irritiert. Bisherige Typisierungen scheinen nicht mehr zu stimmen. Das Urbane ist auf dem Land zu entdecken, das Ländliche in der Stadt. Es entstehen Zwischenstädte und StadtLandschaften (Hofmeister/Kühne 2016). Der Geograph Edward W. Soja unterscheidet beispielsweise sechs „postmetropolitane Diskurse“, die – abhängig von globalen ökonomischen Entwicklungen – neue hybride Formen von Stadt und Land aufzeigen (zusammengefasst bei Schnur 2016, 67).

Diese Grenzverschiebungen können zu neuen Möglichkeiten der Wahrnehmung, der (Um-)Deutung und des Handelns führen, die auch für Mobile Jugendarbeit reizvoll sind. Mit der „Wahrnehmung des räumlich Hybriden, der StadtLandschaft, ließe sich nun auch der planerisch gestalterische Blick für die gesellschaftliche Hybridität – für vielschichtige und vielfältige alltags- und lebensweltliche Raumerfahrungen, –aneignungsmodi und -anforderungen (Kropp 2015) – öffnen. Denn wo soziale Zusammenhänge und lebensweltliche Kontexte die Raumstrukturen (intendiert oder nicht) einholen und überformen, wird sichtbar, dass in dieser Entwicklung Potentiale für neue Freiräume liegen. (…) Wo Siedlungsräume brüchig, durchlässig, dysfunktional und hybrid werden, entstehen Räume, die andere als funktionale Konstruktionen zulassen sowie ein Neudenken, Um- und Neugestalten ermöglichen und einfordern“ (Hofmeister/Kühne 2016, 4).

Mit Blick auf die Raumaneignung wird damit deutlich: Eine hybride Streetwork muss sich auf einem relationalen Raumbegriff begründen. Nach dem spatial turn grenzt sie sich von Streetworkkonzepten ab, welche „Straße“ und „Treffpunkt“ als bestehende, örtlich begrenzte Räume verstehen, die mit Personen oder Angeboten „gefüllt“ werden. Auch das Internet ist für sie kein „zusätzlicher Sozialraum“ – verstanden als weiterer Raumcontainer – sondern es kann Sozialräume erweitern oder auch beschränken, je nach den subjektiv vollzogenen Grenzziehungen.

Diese Auffassung korreliert auch mit dem Aneignungskonzept im Sozialraumdiskurs. „Räume können nicht so einfach „von außen“ als „Sozialräume“ definiert werden, sie werden es erst durch die Aktivität derer, die sich in ihnen aufhalten, sie aufsuchen, ihre eigenen Landkarten über sie legen“ (Böhnisch 2002, 70). Hybride Streetwork geht davon aus, dass Jugendliche durch ihre sozialen Handlungen – wo auch immer – Raum hervorbringen, der gleichzeitig wieder auf sie zurückwirkt. Die Herstellung von Raum als Verknüpfung von Lebewesen (inklusive des eigenen in Szene gesetzten Körpers), Objekten und „sozialen Gütern“ erfolgt über „Spacing“ und „Syntheseleistungen“ (Löw 2001). Sie steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Erfahrung von Einschränkungen und Ressourcen. Denn der in einem kreativen Akt konstruierte Raum ist nicht kontextfrei, er unterliegt bestimmten (Macht-)Strukturen, die wiederum auf das Soziale ermöglichend oder beschränkend zurückwirken.

Bezogen auf die Dichotomie von realer Welt und virtueller Welt ist damit die oftmals von Erwachsenen („digital immigrants“) getroffene Unterscheidung, ob Räume virtuell oder nicht virtuell hervorgebracht werden, für die Jugendlichen (häufig „digital natives“) relativ unerheblich. Für hybride Streetwork erfolgen die produktiven Grenzziehungen nicht zwischen real und virtuell, sondern durch die Frage, welche Raumstrukturen in welcher Weise das Soziale beeinflussen. Beispielsweise ermöglichen bestimmte Handlungen im virtuellen Raum die entlastende Erfahrung, sich nicht festlegen zu müssen oder sich spielerisch auszuprobieren.

Zeit und Entstrukturierung

Hybride Streetwork berücksichtigt den (Teil-)verlust der „Schonzeit“ für Jugend im beschleunigten digitalen Kapitalismus. Das Jugendmoratorium als Schutzinstanz vor den Anforderungen der Erwachsenenwelt bröckelt oder ist nur noch rudimentär vorhanden. „Junge Menschen werden heute früher als eigenständige Subjekte mit Gestaltungsmöglichkeiten und -freiheiten wahrgenommen. Ihnen wird ermöglicht – aber auch abverlangt – sich selbstständig einzubringen und zu positionieren. Jugendliche heute wachsen mit einem größeren Bewegungsradius auf als frühere Generationen und leben mit der Selbstverständlichkeit einer marktförmig organisierten Welt, die Heranwachsende zunehmend als Marktteilnehmerinnen und –teilnehmer adressiert. (…) Eine Konsequenz dieser Entwicklung ist, dass Jugendliche mit hoher Bildungsorientierung nach Selbstoptimierung streben und einem enormen Anpassungsdruck ausgesetzt sind, der – kritisch gesprochen – im Sinne des „unternehmerischen Selbst“ Leistungsbereitschaft von ihnen fordert. Dem gegenüber steht die Gruppe derjenigen Jugendlichen, die in besonderen Risikolagen aufwächst und daher in ihren Bildungschancen benachteiligt ist. Sie steht unter dem Druck, trotz verschiedener Belastungen, problematischer Entwicklungsverläufe oder begrenzter Ressourcen, ebenso die gesellschaftlichen Entwicklungsaufgaben bewältigen, persönliche Zukunftsperspektiven und Fähigkeiten für eine eigenständige Lebensführung entwickeln zu sollen“ (agj 2016). Ein hoher Anteil der AdressatInnen der Mobilen Jugendarbeit kämpft gestresst um mitzuhalten oder hat resigniert aufgegeben. Für ihn ist das Moratorium als Bewältigungszeit zu verstehen und als solche einzufordern.

Jugend erscheint nicht nur als Lebensphase entstrukturiert, sie hat auch kein eindeutiges, erkennbares Gesicht. Zwischen Inklusion und Exklusion existieren zahlreiche Jugenden mit je eigenen Zeitstrukturen, biografischen Verläufen, Schleifen und Tempi. Für hybride Streetwork ist es erforderlich, dem entsprechend diversitätssensibel zu agieren. Das gilt sowohl für Wahrnehmung, Deutung und Analyse als auch für Intervention. Zu berücksichtigen ist der Zusammenhang zwischen einer Diversität der Zeitstrukturen und einem digital divide. Die digitale Kluft ist aktuell nicht mehr von verschiedenen Zugangsvoraussetzungen für die Onlinekommunikation geprägt, sondern vom unterschiedlichen Nutzungsverhalten. Sie entsteht durch verschiedene Tempi (Jugendliche mit höherer Bildung können sich für die Erhöhung ihrer Zukunftschancen relevante Informationen schneller aneignen) und Prozesse der Inklusion und Exklusion.

Diversitätssensibel sind insofern Sozialraumanalysen, welche auch Zeitanalysen beinhalten. Eine mögliche Form sind beispielsweise Zeitbudget-Abfragen (Deinet 2013), sinnvoll erscheinen auch Kombinationen mit Abfragen zur Nutzung des Internets.

Der Ruf nach Entschleunigung und mehr „Freiräume für Jugend schaffen“ (agj 2016) ist im Kern die Wiedereinforderung von mehr Schonzeit. Gleichzeitig verweist er auf den untrennbaren Zusammenhang von Zeit und (Frei-)Raum. Die alte politische Forderung der Jugendarbeit nach Freihalten und Schützen von angeeigneten Räumen ist zugleich die Forderung nach Freihalten von Jugendzeit und in diesem Sinn Gegenstand hybrider Streetwork.

Beziehung und Identitätskonstruktionen

Raum, Zeit und Beziehungen – diese drei Dimensionen sind miteinander untrennbar verbunden. Raum wird in der Beziehung konstruiert und wirkt auf die Interaktionen zurück, Zeit kann nur im Zusammenhang mit Raum gedacht und erfahren werden.

„Im Jugendalter hängen Raum und Beziehungen eng zusammen. Erst eigene sozialräumliche Zugangschancen ermöglichen jene Kultur der Gleichen (Peer-culture), die für die Ablösung der Jugendlichen von der Familie und den Übergang in das Erwachsenenalter so wichtig ist“ (Böhnisch 2002). Mit Blick auf die neue Sozialisationsinstanz der digitalen Medien kann hinzugefügt werden: Die eigenen sozialräumlichen Zugangschancen – offline und online – ermöglichen die Arbeit an der eigenen Identität. „Junge Menschen sind online oft nicht nur in einer, sondern in unterschiedlichen Formen und Facetten präsent. Positionen und Rollen werden gewechselt, verschiedene Ich-Modelle erprobt. (…) Das Subjekt wird online so zum formwandelnden Subjekt. Das formwandelnde Subjekt lebt und managt Vielfalten: es lebt, sucht seine Ich-Modelle und formt sich und seine Beziehungen“ (Schachtner/Duller 2012, 123). „Was den virtuellen Raum zum potentiellen Verwandlungsraum macht, ist seine Immaterialität. Anders als in der Welt offline, bin ich online nicht als körperliches Wesen präsent. Ich gebe nicht unausgesprochen, alleine durch meine Erscheinung, Auskunft über mein Geschlecht, mein Alter, meine soziale Herkunft, wie in der Face-to-face Begegnung, sondern kann entscheiden, was ich von mir zeige oder ob ich mich völlig neu entwerfe“ (ebd., 122).

Hybride Streetwork geht davon aus, dass die zum Aufwachsen gehörenden alltäglichen Erfahrungen mit digitalen „Wunschmaschinen“ (Sherry Turkle) – angefangen beim sprechenden Spielzeug über Online-Spielewelten bis hin zu den der Selbstoptimierung dienenden Geräten am Handgelenk – zu bisher nicht bekannten Formen der Identitätsentwicklung führen. Der permanente Aufforderungscharakter der digitalen Medien zu kommunizieren verhindert das Alleinsein, die Langeweile, das „Zu-sich-kommen“.

Zwar ermöglichen digitale Medien damit ein spielerisches Rollenhandeln als Teil der Identitätsarbeit, allerdings erfolgt diese in einem gesetzten Rahmen, der durch die Interessen eines gigantischen und mächtigen Marktes bestimmt wird.

Identitäten werden so zunehmend in Abhängigkeit zusammengepuzzelt, sie sind wenig autonom und eher in Ausbalancierungsprozessen zwischen Autonomie und Heteronomie zu erkennen. Es entsteht, so spitzt es die Psychologin Helga Bilden zu, „ein Selbst, das extrem abhängig ist vom ständigen Kontakt mit anderen, ganz im Gegensatz zur Ideologie des autonomen Individuums“, die lange Zeit den Identitätsdiskurs der westlichen Welt prägte.

Identitäten erscheinen heute also eher uneindeutig, erstens schwanken sie zwischen Autonomie und Heteronomie und zweitens können sie ihre Formen wandeln und zeigen die „Vielstimmigkeit des Subjekts“ (Bilden 2012, 210).

Das Handy bietet die Möglichkeit des permanenten Kontakthaltens. Der Cyberspace bietet Uneindeutigkeit und die Möglichkeit, sich nicht festlegen zu müssen.Für die Beziehungsarbeit in der Mobilen Jugendarbeit sind diese Entwicklungen irritierend. StreetworkerInnen fordern in ihrem pädagogischen Bemühen häufig Eindeutigkeit, sie wollen wissen, woran (und an wem) sie sind. Doch ihnen begegnen Jugendliche, die sich je nach Subjektposition in unterschiedlicher, mitunter widersprüchlicher Weise präsentieren.

Die Beziehungsarbeit einer hybriden Streetwork hat die Aufgabe, diese – oft spielerisch oder ironisch inszenierten – Ausdrucksformen sensibel, humorvoll und kreativ zu begleiten. Sie regt Identitätsentwicklung an durch die Reflektion der zwischen Autonomie und Heteronomie gewonnenen Erfahrungen. Sie fragt nicht „Wer bist du?“, sondern „Wer willst du sein?“ und „Wo willst du dazugehören?“ Sie nutzt dafür die online und offline vorhandenen Möglichkeiten in den Sozialräumen der Jugendlichen. Dabei berücksichtigt sie deren spezifische Wahrnehmungsdispositionen. Zu diesen gehören u. a. die Multioptionalität, das Interesse an einer „Breite“ von Beziehungen (Netzwerk) statt an einer linearen Beziehungsentwicklung, die Affinität für das Fragmentarische, das Ausschnitthafte, das jederzeit veränderbar, überschreibbar, kombinierbar ist.

Konfliktfelder

Hybride Streetwork stellt bisher gültige Annahmen, Standards und Arbeitsprinzipien in Frage. Das ist nachvollziehbar vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen durch die digitale Revolution. Diese Veränderungen äußern sich in neuen Erfahrungen von Raum, Zeit und Kommunikation (Beziehung). Streetwork erfolgt in diesen drei Dimensionen und ist deshalb den Veränderungsprozessen in besonderer Weise ausgesetzt. Eine hybride Streetwork muss deshalb in Konflikte kommen mit bisher vertrauten Konzepten. Sie hat die Aufgabe, diese Konflikte produktiv zu formulieren und in den Diskurs zu bringen. Sie provoziert damit den wichtigen fachlichen Austausch angesichts verbreiteter Ratlosigkeit bei der Frage, wie im Zeitalter der „unsichtbaren Jugend“ (Christian Reutlinger) Streetwork betrieben werden kann. Spannende Konfliktfelder sind u. a.:

  • die verschiedenen Möglichkeiten für Kontaktherstellung und Kontaktpflege, aber auch ihre Widersprüche, die sich aus der Provokation bestehender Typisierungen (Dichotomien) ergeben;
  • der Streit um die Lebensweltorientierung in der Mobilen Jugendarbeit (Zum Beispiel: Was ist Lebenswelt nach dem Einzug der smarten Geräte und Dinge in alle alltäglichen Handlungsroutinen und bis in die „digital bedrooms“ (David Buckingham) der Jugendlichen hinein? Oder: Was bedeutet die Annäherung der Mobilen Jugendarbeit an das „System Schule“ für ihre Lebensweltorientierung?);
  • die fachliche Auseinandersetzung darüber, wie heute der Raum „Straße“ konstruiert wird;
  • die Reflektion der Machtverhältnisse, die sich in Raumstrukturen und kommunikativen Handlungen abbilden bis hin zu Big Data;
  • der Streit um geeignete Beratungskonzepte jenseits der Unterscheidung von klassischer und Online-Beratung;
  • der Streit darüber, ob Gruppenarbeit auch virtuell erfolgen kann oder die Face-to-face-Kommunikation als Bedingung braucht;
  • der Fachaustausch zu neuen Formen von Sozialraumanalysen;
  • die Organisation von partizipativer, aber unverbindlicher Projektarbeit;
  • die widersprüchlichen Anforderungen für die Gestaltung der Beziehungen zu den Jugendlichen.

Wahrnehmung, Beziehungsaufnahme, Intervention

Hybride Streetwork macht das Potenzial dieser Konfliktfelder für die Tätigkeiten von StreetworkerInnen im Allgemeinen – nämlich Jugendliche aufmerksam wahrzunehmen, zu ihnen Beziehung aufzunehmen und bei Bedarf professionell zu intervenieren – nutzbar. Dabei müssen sich die Interventionen nicht zwangsläufig auf die Jugendlichen direkt beziehen, sondern können auch auf die institutionelle Umwelt oder auf den Sozialraum gerichtet sein.

Als neue Herausforderung stellt sich die aufmerksame Wahrnehmung dar. Aktuell werden weder die Jugendlichen für die StreetworkerInnen ausreichend sichtbar noch rechnen die Jugendlichen mit der Präsenz von StreetworkerInnen. Wenn nur 1% der Mädchen und 2% der Jungen angeben, im Fall von Cybermobbing sich Hilfe bei einer Beratungsstelle zu holen (und diese eher noch mit der Präsenz von PsychologInnen als von SozialarbeiterInnen verknüpft ist), ist das nur ein Beispiel für das bestehende Wahrnehmungsdefizit (vgl. JIM 2016). Der Ort des selbstverständlichen Sehens und Gesehenwerdens – die Straße – ist der Straßensozialarbeit abhandengekommen. Sie ist gezwungen, sich als Event zu inszenieren, sich als interessanten Netzwerkpartner darzustellen oder sich in der Nähe der zweckrationalen Institutionen der „Systemwelt“ zu organisieren. Dabei muss sie sich – wie schon immer – auf die Kommunikationskultur ihrer AdressatInnen einlassen, d. h. mobil und flexibel kommunizieren, verschiedene Medien parallel nutzen, kurzfristige Interaktionen ermöglichen, in Fantasy- und Spielewelten unterwegs sein.

Allerdings sind die Räume, in denen aufmerksame Wahrnehmung und Beziehungsaufnahme entstehen können, nicht eindeutig zu identifizieren. Wie schon immer in der Streetwork ist Begegnung mehr oder weniger dem Zufall überlassen. Eine Einbindung der AdressatInnen in Cliquen und Communities mit festen Bindungen und ihr verlässlicher Aufenthalt an Orten mit Kontaktgarantie sind eher selten. AdressatInnen der Streetwork sind häufig Menschen, deren Biografien von Entwurzelungserfahrungen geprägt sind. Das können Erfahrungen wiederholter Beziehungsabbrüche (z. B. durch „Heimkarrieren“), aber auch der plötzlichen Aufgabe einer vertrauten Umwelt (z. B. durch Flucht aus Kriegsgebieten) sein. Für diese AdressatInnen ist es oft selbstverständlich, zwischen verschiedenen kulturellen Räumen („Welten“) zu wechseln. Sie haben gelernt, Räume in einer hybriden Weise zu konstruieren.

Digitale Kommunikationstechnik erleichtert diese hybriden Raumkonstruktionen. Elemente (jugend-)kultureller, ethnischer, nationaler Zugehörigkeiten zu den verschiedenen Welten können kreativ verwendet werden beim Erarbeiten der mehrdeutigen Identitäten. Für StreetworkerInnen ist die erste Wahrnehmung deshalb nur ein Fragment und erfordert tolerante Zurückhaltung und Verzicht auf Bewertungen. Gleichzeitig kann sie der Beginn einer Beziehung sein, die bei der Identitätsarbeit unterstützend wirkt. Für die hybriden Raumkonstruktionen sind die Jugendlichen als deutende und handelnde Subjekte selbst die Spezialisten. Für die sozialen Wirkungen der damit hergestellten Mehrdeutigkeiten benötigen sie aber gegebenenfalls professionelle Unterstützung durch die Fachleute für das Soziale. Denn Mehrdeutigkeiten, die Gemengelage von Ambivalenzen und Komplexitäten, die Inszenierung und Äußerung verschiedener, teilweise sich widersprechender Werte können andere überfordern und Ablehnung hervorrufen. Damit entsteht die Gefahr der Isolation und der Verweigerung der zentralen Bedingungen für gelingende Identität, nämlich soziale Anerkennung und soziale Zugehörigkeit.  

Beziehungsarbeit wurde in der Mobilen Jugendarbeit bisher in einer bestimmten Qualität konzipiert. Als tragfähige Basis der Zusammenarbeit war sie langfristig angelegt und erforderte Verbindlichkeit. Mitunter bekamen die StreetworkerInnen dabei das herausragende Merkmal der einzigen erwachsenen Vertrauensperson. Der Aufbau einer langfristigen und tragfähigen Beziehung diente in der Mobilen Jugendarbeit im Kontakt mit den AdressatInnen als Grundlage, Kritisches anzusprechen und Konflikte auszuhalten und zu bearbeiten. Nach außen hatte sie argumentative Bedeutung bei der Abweisung von kurzfristigen „sozialen Feuerwehreinsätzen“. Eine hybride Streetwork, die Beziehungen zu den Jugendlichen über verschiedene Kanäle, z. B. über Onlineberatung, Social Media, Onlinespiele, Face-to-face-Kontakte usw. gestaltet, kann sich auf diese Beziehungsqualitäten nicht mehr verlassen. Sie ist für die Jugendlichen ein Netzwerkpartner von vielen und kann nach den Kommunikationsgewohnheiten der digitalen Welt einmal gewählt und ein anderes Mal kurzfristig abgewählt werden.

Zwar ist für die Jugendlichen Beziehung nach wie vor wichtig, sie schätzen aber weniger deren inhaltliche Qualität (z. B. die Fachlichkeit der StreetworkerIn oder ihre Beratungskompetenz), sondern vielmehr ihre symbolische Qualität (z. B. die Ermöglichung von Zugehörigkeit zu einer community mit gleichen Interessen oder höherem Status).

Auf dem Weg zu einem gelassenen Umgang mit der neuen Vielfalt der Beziehungsqualitäten haben StreetworkerInnen damit zwei Herausforderungen zu bewältigen: einen Bedeutungsverlust ihres Handlungsfeldes (Streetwork wird einmal angeschaltet, ein anderes Mal weggeklickt) und einen Bedeutungsverlust der eigenen beruflichen Rolle (vom kompetenten Ermöglicher, Szenekenner, im Mittelpunkt stehenden Organisator zu einem Kontakt unter vielen). Die Zeit der „omnipotenten Alleskönner“ (vgl. MJA Leipzig 2003) scheint nun endgültig vorbei zu sein. Das mag zum Teil schmerzhaft sein, enthält aber auch Chancen für eine unverstellte Wahrnehmung der Jugendlichen als eigenständige (Netz-)AkteurInnen und aktive GestalterInnen ihrer eigenen Biografie und Umwelt.

Literatur

agj 2016: Freiräume für Jugend schaffen! Diskussionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe. URL: https://www.agj.de/positionen/aktuell.html, Zugriffs am 06.07.17.

Bilden, H. 2012: Das vielstimmige, heterogene Selbst – ein prekäres Unterfangen. Subjektivität nach der Kritik am klassischen Subjektbegriff. In: Drews, A. (Hrsg.): Vernetztes Leben. Kommunikation, Arbeiten und Lernen in der digitalen Kultur. Rehburg-Loccum, 183-228.

Böhnisch, L., Münchmeier, R. 1990: Pädagogik des Jugendraums. Zur Begründung und Praxis einer sozialräumlichen Jugendpädagogik.Weinheim und München.

Böhnisch, L. 2002: Räume, Zeiten, Beziehungen und der Ort der Jugendarbeit. In: deutsche jugend, 50. Jg. 2002, H. 2, 70-76.

Böhnisch, L. 2016: Lebensbewältigung. Ein Konzept für die Soziale Arbeit. Weinheim und Basel.

Bollig, C./Glück, M./Küchler, T./Reuting, M./Steurer, D. 2010: Mobile Jugendarbeit 2.0. Herausforderungen und Möglichkeiten Mobiler Jugendarbeit im virtuellen Raum des Internet. Positionen und Handlungsempfehlungen. URL: http://www.mja-sachsen.de/mja-info/mja-download/,  Zugriffs am 06.07.17.

Deinet, U./Reutlinger, C. 2004: Aneignung als Bildungskonzept der Sozialpädagogik. Wiesbaden.

Deinet, U. 2013: Innovative Offene Jugendarbeit. Bausteine und Perspektiven einer sozialräumlichen Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Leverkusen.

Hofmeister, S./Kühne, O. (Hrsg.) 2016: StadtLandschaften: Die neue Hybridität von Stadt und Land. Wiesbaden

JIM 2016: JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs). URL: http://www.mpfs.de/startseite/, Zugriffs am 06.07.17.

Ketter, V. 2014: Das Konzept „vireale Sozialraumaneignung“ als konstitutive Methode der Jugendarbeit. In: Deinet, U./Reutlinger, C. (Hrsg.): Tätigkeit – Aneignung – Bildung. Positionierungen zwischen Virtualität und Gegenständlichkeit. Wiesbaden, 299-310.

Kropp, C. 2015: Regionale StadtLandschaften – Muster der lebensweltlichen Erfahrung postindustrieller Raumproduktion zwischen Homogenisierung und Fragmentierung. In: Raumforschung und Raumordnung, 73(2), 91-106.

LAK MJA Sachsen 2014: 20 Jahre Mobile Jugendarbeit... Zurück in die Zukunft? Dokumentation des Sächsischen Streetworktreffens 2014. URL: http://www.mja-sachsen.de/wp-content/uploads/2013/06/LAK_MJA_Sachsen_Dokumentation_Streetworktreffen_2014.pdf, Zugriffs am 06.07.17.

Löw, M. 2001: Raumsoziologie. Frankfurt am Main.

MJA Leipzig 2003: „In der Rolle der omnipotenten Alleskönner?“ Zum 10jährigen Bestehen des Mobile Jugendarbeit Leipzig e.V. Leipzig.

Prisching, M. 2017: Was kann Hybridität bedeuten? – Definitionsvorschlag. In: Betz, G. J./Hitzler, R./Niederbacher, A./Schäfer, L. (Hrsg.): Hybride Events. Zur Diskussion zeitgeistiger Veranstaltungen. Wiesbaden, 3-4.

Pritzens, T. (2011): Webwork als nützliche Ergänzung zur mobilen Jugendarbeit/Streetwork. In: merz. medien+erziehung. Zeitschrift für Medienpädagogik. 2011. Jg. 55. Heft 3, 29-32.

Reutlinger, C. (2003): Jugend, Stadt und Raum. Sozialgeographische Grundlagen einer Sozialpädagogik des Jugendalters. Opladen.

Röll, F. J. 2009: Virtuelle und reale Räume. In: Deinet, U. (Hrsg.): Methodenbuch Sozialraum. Wiesbaden, 267-279.

Schachtner, C., Duller, N. 2012: Lebensort Internet: Digitale Räume als neue Erlebnis- und Handlungsräume junger NetzakteurInnen. In: Drews, A.: Vernetztes Leben. Kommunizieren, Arbeiten und Lernen in der digitalen Kultur. Rehburg-Loccum, 113-140.

Scheu, B./Autrata, O. 2013: Partizipation und Soziale Arbeit. Einflussnahme auf das subjektiv Ganze. Wiesbaden.

Schnur, O. 2016: Quartiersentwicklung in Stadtlandschaften – eine Reflexion. In: Hofmeister, S., Kühne, O. (Hrsg.): StadtLandschaften. Die neue Hybridität von Stadt und Land. Wiesbaden, 66-84.

Schroer, M. 2012: Räume, Orte, Grenzen. Auf dem Weg zu einer Soziologie des Raums. Frankfurt am Main.

Specht, W. (Hrsg.) 1991: Die gefährliche Straße. Jugendkonflikte und Stadtteilarbeit. Bielefeld, 2. Aufl.

Stengel, O./v. Looy, A./Wallaschkowski, S. 2017: Digitalzeitalter – Digitalgesellschaft. Wiesbaden.

Thiersch, H. 2009: Lebensweltorientierte Soziale Arbeit. Weinheim und München, 7. Aufl.

Zinnecker, J. 1979: Straßensozialisation. Versuch einen unterschätzten Lernort zu thematisieren. In: Zeitschrift für Pädagogik (25), Nr.5, 1979, 727-746.


Fussnote 

[1] Walther Specht hat diesen Arbeitsansatz 1967 in Stuttgart das erste Mal im deutschsprachigen Raum in einem konkreten Projekt für Jugendliche realisiert


Zitiervorschlag

Johannes Brock (2017): Hybride Streetwork. In: sozialraum.de (9) Ausgabe 1/2017. URL: http://sozialraum.de/hybride-streetwork.php, Datum des Zugriffs: 11.12.2017

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