Skater auf einer Treppe
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Claudia Muche, Andreas Oehme, Inga Truschkat: Übergang, Inclusiveness, Region. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2016. 280 Seiten. ISBN 978-3-7799-1938-4.
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Michael Noack (Hrsg.): Empirie der Sozialraum­­orientierung. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2016. 335 Seiten. ISBN 978-3-7799-3412-7.
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Editorial zur Ausgabe 1/2011

Liebe LeserInnen,

Mit dieser Ausgabe von sozialraum.de beschreiten wir neue inhaltliche Wege. Durch thematisch zu einer „Plattform" gebündelte Textbeiträge wollen wir den Austausch zum sozialräumlichen Denken und Handeln intensivieren und verdichten. Beginnen werden wir in dieser Ausgabe mit einer thematischen Plattform zum „Verhältnis von sozialräumlichem Denken und Gemeinwesenarbeit".

Sozialräumliche Ansätze wurden in den letzten Jahren zu einem zentralen Themenfeld der Sozialen Arbeit. Mit der Gemeinwesenarbeit entstand, lange vor der Diskussion um sozialräumliches Denken und Handeln, eine eigenständige Diskussions- und Praxistradition, die ebenfalls in räumlichen Arrangements tätig ist, soziale Räume mit BewohnerInnen gestaltet und dabei Methoden und Verfahren anwendet, die auch in Kontexten der Sozialraumorientierung zum Tragen kommen.

Trotz längerer Ko-Existenz in Theorie und Praxis verbleibt das inhaltliche Verhältnis zwischen den beiden Ansätzen jedoch häufig unklar. Besteht ein Verhältnis der Ergänzung, einer Über- bzw. Unterordnung oder gar eines Ersatzes? Wo liegen Überschneidungsbereiche und wo getrennte Felder? Wo bestehen Gemeinsamkeiten und wo Trennendes? Gibt es fachliche Ausschlusskriterien für oder gegen einen der Zugänge in bestimmten Settings? Wie sollen beide Bereiche in Theorie, Forschung, Lehre und Praxis zueinander positioniert werden? Welche Rolle spielen Konzepte der Zivilgesellschaft und des Politischen in beiden Ansätzen?

In der Rubrik „Grundlagen" dieser Ausgabe sind sechs Beiträge versammelt, die diese und weitere Fragen aufgreifen und vor dem Hintergrund bewusst gewählter unterschiedlicher Positionen und Paradigmen diskutieren. Ergänzt wird die Diskussion durch zwei Beiträge in der Rubrik „Praxis", die ebenfalls dem Schwerpunkt der thematischen Plattform gewidmet sind.

Jenseits der Plattform führen wir unsere bisherigen Rubriken inhaltlich fort. Der Methodenkoffer zeigt mit dem „Subjektiven Kartographieren" eine interessante Variante der subjektiven Landkarten, als Gast der Ausgabe konnte der Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V. (BdJA) gewonnen werden. In der Rubrik Projekte führen zwei Überblicksbeiträge und ein Beispiel einer Sozialraumanalyse die in der Ausgabe 1/2010 begonnene Diskussion um regionale und lokale Bildungslandschaften fort. Die Rubrik Praxis stellt neben den beiden Beiträgen zum Themenschwerpunkt Sozialraum/Gemeinwesenarbeit ein innovatives Projekt der sozialräumlichen Jugend(Medien)bildung dar.

Wir wünschen Ihnen nun viel Freude beim Lesen und gewinnbringende inhaltliche Auseinandersetzungen mit den Texten dieser Ausgabe.

Düsseldorf, Bremen, Wien, Rorschach im Oktober 2011,

Ulrich Deinet, Christian Spatscheck, Richard Krisch, Christian Reutlinger


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